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Stress

 

Ohne Stress kann der Mensch nicht leben. Denn für viele Situationen braucht er eine erhöhte Leistungsbereitschaft. Bei Stress werden zum Beispiel bestimmte Hormone im Körper ausgeschüttet. Diese lösen verschiedene körperliche Reaktionen im Körper aus. Das Herz schlägt schneller, Gehirn und Lunge werden besser versorgt, die Sinne werden geschärft. Wenn dieser Zustand aber über längere Zeit anhält, entsteht ein körperliches und mentales Problem.
 

Den Begriff Stress wurde von dem österreichisch-kanadische Forscher Hans Selye 1954 in die Psychologie eingeführt. Er beschrieb damit die Reaktion von biologischen Systemen auf Belastung. Stress ist ein Symbol für Belastung ganz allgemein geworden. Ursprünglich beschrieb Hans Selye, was im Körper passiert, wenn er belastet wird. Es ist also zunächst ein neutraler Ausdruck. Positiven Stress nannte Selye Eustress und negativen Stress Disstress.

 

Eustress  –  Anregender, lebensnotwendiger Stress 

Distress   –  Wir empfinden Belastung und/oder Druck von außen oder von innen 

 

Positiver Stress brauchen wir als Antreiber, um unseren Alltag zu bewältigen, erfolgreich zu sein, uns Ziele zu setzen und zu erreichen. Er bringt uns dazu Situationen richtig einzuschätzen und dementsprechend zu handeln – er hält uns gesund und leistungsfähig. Wir haben das richtige Maß zwischen An- und Entspannung.

 

Negativer Stress gehört auch zu unserem Leben. Kurzfristig kann unserer Körpersystem gut damit umgehen. Hält er zulange an, fällt es uns schwerer uns zu regenerieren und auf unsere Bedürfnisse zu achten. Dass wiederum wirkt sich belastend auf mehrere Ebenen aus (Körper/Geist/Seele), aber auch auf private und berufliche Bereiche.

 

Bei negativem Stress auf Dauer, ohne subjektive Aussicht auf Veränderung, besteht die Gefahr ins Burnout zu rutschen. 



Burnout

 
Burnout kann jeden treffen, es ist längst nicht mehr eine typische Managerkrankheit, sondern für jeden, der unter längere Zeit an Stress und Anspannung leidet.  Der Druck  wächst, Alltag und Beruf werden immer anstrengender.  Auffallend ist, dass mehr Frauen von Burnout als Männer betroffen sind. Mögliche Ursachen können sein die Mehrfachbelastung wie Kinder, Haushalt, Beruf, Pflege von Angehörigen, usw. denen Frauen/Männer ausgesetzt sind. 

 

Der Begriff Burnout kommt aus dem Englischen und bedeutet ,,ausgebrannt“

Er wurde Mitte 1974 in Amerika vom deutschstämmigen Psychoanalytiker  Herbert J. Freudenberger eingeführt. Menschen, die an einem Zustand von Burnout-Syndrom leiden, sind körperlich und emotional meist sehr erschöpft. Ihre Leistungsfähigkeit ist besonders im fortgeschrittenen Stadium stark beeinträchtigt, nicht nur vorübergehend nach einer entsprechenden auftretenden Belastung, sondern meist über einen längeren Zeitraum. Hält diese „Abgeschlagenheit“ über mehrere Monate an, kann das ein Indiz für ein Burnout sein.  

 

Die 12 Burnout-Stadien

(nach Herbert Freudenberger)

 

Stadium 1: Der Zwang sich zu beweisen

Übertriebener Ehrgeiz steht häufig am Anfang. Tatendrang, Interesse und der Wunsch, sich im Beruf zu verwirklichen, verwandeln sich in Verbissenheit und Leistungszwang. Man muss den Kollegen – und vor allem sich selbst – laufend beweisen, dass man den Job besonders gut macht und alles bewältigt. Gleichzeitig sinkt die Bereitschaft, die Grenzen seiner Möglichkeiten zu erkennen und Misserfolge hinzunehmen.

 

Stadium 2: Verstärkter Einsatz

Um seinen überzogenen Erwartungen gerecht zu werden, legt man noch etwas nach und erhöht den Einsatz. Delegieren fällt zunehmend schwer, stattdessen dominiert das Gefühl, alles selbst machen zu müssen, auch um die eigene Unentbehrlichkeit zu demonstrieren.

 

Stadium 3: Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

Im Zeitbudget ist nur noch Platz für Berufliches vorgesehen. Bedürfnisse wie Schlafen und Essen oder Treffen mit Freunden und Bekannten werden als nichtig abgetan. Freizeit im Sinn von „freie Zeit“ verliert ihren Sinn. Vor sich selbst deklariert man diesen Verzicht als heroische Leistung.

 

Stadium 4: Verdrängung von Konflikten

Man registriert zwar, dass etwas nicht stimmt, stellt sich seinen Problemen aber nicht. Sich damit auseinanderzusetzen, könnte eine Krise auslösen und wird folglich als bedrohlich empfunden. Konflikte werden weggeschoben und verleugnet, egal in welchem Bereich sie auftreten. Ab diesem Stadium machen sich oft die ersten körperlichen Beschwerden bemerkbar.

 

Stadium 5: Umdeutung von Werten

Durch Isolation, Konfliktscheue und die Negation eigener Bedürfnisse kann sich die Wahrnehmung verändern. Man deutet seine bisherigen Werte um, einst Wichtiges – wie Freunde oder Hobbys – wird völlig entwertet. Einziger Maßstab für die eigene Wichtigkeit, das Selbstwertgefühl, ist der Job. Alles andere wird diesem Ziel untergeordnet. Emotional stumpft man zusehends ab..

 

Stadium 6: Verleugnung der auftretenden Probleme

Hauptsymptom dieser Phase ist die Intoleranz: Andere werden als dumm, faul, fordernd oder undiszipliniert wahrgenommen. Zwangsläufig empfindet man soziale Kontakte als kaum zu ertragen. Zynismus und Aggression treten deutlicher zu Tage. Probleme führt man aber dennoch ausschließlich auf den Zeitdruck und das Arbeitspensum zurück, und nicht auf das Burnout.

 

Stadium 7: Rückzug

Die sozialen Kontakte reduzieren sich auf ein Minimum. Man lebt zurückgezogen, eingeigelt, und empfindet eine zunehmende Hoffnungs- und Orientierungslosigkeit. Im Beruf wird nur noch „Dienst nach Vorschrift“ verrichtet. Viele Kranke greifen in dieser Phase zu Suchtmittel wie Alkohol oder Medikamente.

 

Stadium 8: Offensichtliche Verhaltensänderungen

Nunmehr wird die Wesensänderung auch für andere deutlich sichtbar. Die einst engagierten und tatkräftigen Menschen sind ängstlich, scheu und apathisch. Die Schuld weisen sie ihrer Umwelt zu. Innerlich fühlen sie sich immer wertloser.

 

Stadium 9: Depersonalisierung

In diesem Stadium reißt der Kontakt zu sich selbst ab. Man empfindet weder sich noch andere als Wert, nimmt seine Bedürfnisse nicht mehr wahr. Die zeitliche Perspektive engt sich auf die Gegenwart ein. Das Leben wird zu einem mechanischen Funktionieren herabgewürdigt.

 

Stadium 10: Innere Leere

Immer stärker macht sich eine innere Leere breit. Um diese zu überwinden, sucht man verkrampft nach Beschäftigung. Überschussreaktionen wie gesteigerte Sexualität, übermäßiges Essen, Drogen und Alkoholgenuss treten auf. Freizeit ist leere Zeit und oftmals auch betäubte.

 

Stadium 11: Depression

In diesem Stadium gleicht das Burn-out-Syndrom einer Depression. Man ist gleichgültig, hoffnungslos, erschöpft und sieht keine Perspektive für die Zukunft. Sämtliche Symptome depressiver Zustände können auftreten, von Unruhe bis hin zur völligen Teilnahmslosigkeit. Das Leben verliert den Sinn.

 

Stadium 12: Völlige Burnout-Erschöpfung

Dieses Stadium beschreibt den völligen psychischen und physischen Zusammenbruch. Da Suizid- Gedanken auftreten können, muss in dieser Phase so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.


Medizinisch diagnostitiertes Burnout gehört in die Hände von Ärzten und Therapeuten und wird nicht durch meine Tätigkeit ersetzt.
BrainActivity Concept dient dazu, Burnout vorzubeugen, eine auf Dauer ausgelegte Work-Life Balance zu erreichen und die persönliche Lebensqualität zu erhöhen.